Demenz und Ernährung

Das Krankheitsbild Demenz aufgrund der fassentenreichen Symptomatik eine Auswirkung auf das Hungergefühl und das Erinnerungsvermögen an Mahlzeiten. Zudem können Faktoren, wie ein erhöhter Kalorienbedarf durch einen erhöhten Bewegungsdrang, kommen oder eine starke Unruhe durch die das Sitzen am Tisch unmöglich erscheint.

So unterschiedlich die Auswirkungen der Symptome sein können, so können auch die Lösungen ganz unterschiedlich aussehen.

Physiologische und psychologische Grundbedürfnisse bleiben vorhanden.

Das Grundbedürfnis der Nahrungsaufnahme ist bei Menschen mit Demenz nach wie vor vorhanden, nur nicht mehr so „regelkonform“.

Besteck zu benutzen ist deutlich erschwert, daher kann das Essen mit den Fingern einfacher sein. Hier besteht die Möglichkeit die Situation beim Essen für alle Beteiligten niederschwellig und konfliktfrei zu gestalten.

Die Stabilisierung der Gefühle und das Verhindern von Konflikten tragen zum Wohlbefinden bei. Aber auch das Gefühl der Selbstständigkeit oder der Genuss beim Essen.

  • Menschen mit Demenz können bereits beim Decken des Tisches mit einbezogen werden oder das Schmieren des Brotes wird vom Betroffenen, je nach Möglichkeit noch selbst übernommen. Kleine Impulse zur Anleitung können hier schon ausreichen um die Selbstständigkeit zu erhalten.
  • Gestalten Sie das Umfeld möglichst reizarm. Ablenkende Geräusche, wie ein Radio sollte man vermeiden und auf dem Tisch sollten die wichtigsten Gegenstände vorhanden sein. Das heißt keine zusätzlichen Zeitungen oder Marmeladen und Aufstriche auf dem Tisch.
  • Der Geschmacksinn für Süßes ist besonders ausgeprägt. Es bietet sich daher an bei Speisen oder Getränken auf süße Varianten zurück zu greifen.
  • Um die Flüssigkeitsaufnahme zu steigern können auch Nahrungsmittel die reich am Flüssigkeit sind genutzt werden, wie Gurke, Wassermelone oder Wackelpudding.