Artikel: Depression im Alter- eine Herausforderung für die Familie

Depressionen im Alter gehören zu der häufigsten psychischen Störung bei älteren Menschen neben der Demenz. Eine Depression stellt die betroffene Person, aber auch für die Familie und Freunde vor eine große Herausforderung. Für alle Beteiligten kann dies einen hohen Leidensdruck bedeuten, der mit Ängsten, Wut und Hilflosigkeit einhergehen kann.

Woran erkennt man eine Depression?

Die Hauptsymptome einer Depression sind

  • eine länger als 2 Wochen anhaltende bedrückte Stimmung,
  • Interessenverlust, Freudlosigkeit
  • Interessenverlust,
  • erhöhte Erschöpfbarkeit,
  • Verminderter Antrieb (berufliche und Alltagstätigkeiten fallen schwer),
  • Sozialer Rückzug,
  • Konzentrationsstörungen

Depression ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern, dementsprechend schwer zu diagnostizieren!

Altersdepressionen gehen mit einer Reihe spezifischer Faktoren einher.

Im Alter verändern sich die psychosozialen Bedingungen, das soziale Netzwerk verändern sich. Auch die kognitiven Fähigkeiten, also Dinge die das Denken, Planen und Umsetzen betreffen fallen deutlich schwere. Gleichzeitig nehmen die körperlichen Beschwerden zu, sodass die Kernsymptome einer Depression nicht sofort sichtbar sind.

Bei Altersdepressionen beobachten wir grundsätzlich eher weniger „klassische“ Depressionssymptome, sondern vegetative Störung (Herz/Magenbeschwerden o.ä.), hypochondrische Befürchtungen oder Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörung.

Was können Sie als Angehörige oder Freunde tun?

1. Informieren Sie sich gern auch gemeinsam über die Erkrankung. Es ist häufig auch für die/den Betroffene/n schwer nachvollziehbar was mit ihr/ihm passiert.

2. Sprechen Sie offen über ihre Eindrücke, Beobachtungen, Gefühle. Seien Sie authentisch.

3. Unterstützen sie bei der Suche nach passender Hilfe und Behandlungsmöglichkeiten.

4. Teilen Sie komplexe Aufgabenstellungen in kleine überschaubare Teilaufgaben.

5. Achten Sie auf ihre eigene psychische Gesundheit, Suchen sie den Austausch mit anderen Angehörigen und grenzen sie sich an nötigen Stellen ab!

Besuchen Sie unsere Spezialkurse Depression, Selbstfürsorge oder nehmen Sie gern an unseren Angehörigengesprächen teil.

Weitere Hilfen finden Sie unter:

https://www.psychenet.de/de/hilfe-finden/schnelle-hilfe/krisenanlaufstellen.html