Änderungen der Pflegeversicherung 2022

Seit diesem Jahr gibt es einige Veränderung in den Leistungsansprüchen der Pflegeversicherung. Der monatliche Pflegesachleistungsbetrag nach § 36 SGB XI steigt um ca. 5 %. Mit den Pflegesachleistungen werden die Leistungen des Pflegedienstes verrechnet. Die Erhöhung der Pflegesachleistungsansprüche bedeutet in der Praxis, dass bei Inanspruchnahme der Kombinationsleistungen dem Pflegebedürftigen am Ende des Monats mehr Pflegegeld ausbezahlt werden könnte.

Bis zu 40 % der ungenutzten Pflegesachleistungsbeträge können nun auch ohne Antrag für Entlastungsleistungen verwendet werden.

Bei der Auswahl von geeigneten Hilfsmitteln und Pflegehilfsmitteln hat das Pflegepersonal nun mehr Entscheidungsbefugnis bekommen. Die Pflegefachkräfte sollen konkrete Empfehlungen für Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel aussprechen können. Dies ist im Rahmen ihrer Leistungserbringung nach den § 36 SGB V, § 37 und 37c SGB V sowie bei Beratungseinsätzen nach § 37 Abs. 3 SGB XI möglich.

Durch diese neue Regelung ist dann keine ärztliche Verordnung mehr nötig.

Die Leistungen der Kurzzeitpflege erhöhen sich von bisher 1.612 Euro auf 1.774 Euro.

Daraus resultiert, dass bei der Kombination aus der Kurzzeitpflege mit den nicht in Anspruch genommenen Mitteln aus der Verhinderungspflege dann auf maximal 3.386 Euro (§ 42 Abs. 2 SGB XI) im Kalenderjahr aufgestockt werden können.

Solltet ihr weitere Fragen zu den Änderungen haben, meldet euch gerne für eine Beratung oder besucht unseren Kurs „Pflege zuhause, so geht´s“